Der Harz

Der Harz ist vor allem wegen seiner höchsten Erhebung, dem Brocken, und dessen geheimnisvoller Geschichte über die Grenzen der Region bekannt geworden. Es heißt, dass sich auf dem Brocken die Hexen trafen. Das größte Treffen war der Legende nach zur Walpurgisnacht. Die Märchen und Sagen haben durchaus zum Tourismus im Harz beigetragen.

Das nördlichste deutsche Mittelgebirge ist etwa 110 Kilometer lang und setzt sich heute aus mehreren Naturparks zusammen. Der Harz gilt als eine eigenständige naturräumliche Gliederung dritter Ordnung und hat eine Ausdehnung von insgesamt 2.200 Quadratkilometern.

Wirtschaftlich geprägt war der Harz lange Zeit vom Bergbau. Hier wurden vor allem Silber, Eisen, Kupfer, Blei und Zink abgebaut. Das Erbe des Abbaus sind heute schwermetallhaltige Böden, vor allem im Bereich des Oberharzes. Gesteine wie Gips, Dolomit und Gabbro werden noch immer abgebaut. Bedeutende Bildungseinrichtung der Region ist die Technische Universität in Clausthal, an der man unter anderem Bergbau und Metallkunde sowie Geologie studieren kann. Der Wald bietet ein reichhaltiges Vorkommen für die Forstwirtschaft.

Goslar und Quedlinburg gehören zu den größeren Städten im und am Harz, ansonsten ist die Region sehr zersiedelt, und ihre Besiedlungsdichte ist sehr gering. Die meisten Bewohnerinnen und Bewohner leben in Dörfern und Kleinstädten.