Regionen in Deutschland

Bayerischer Wald

Der Bayerische Wald zählt zu den vielen Mittelgebirgen Deutschlands und liegt an der Grenze zu Tschechien im Norden und Österreich im Osten und ist etwa 100 km lang. Der höchste Berg ist der Große Arber mit 1‘456 Metern Höhe, der im Winter auch zu einem beliebtesten Skigebieten zählt. Er liegt auch im ältesten Nationalpark Deutschlands. Dieser wurde 1970 eröffnet und wurde immer wieder erweitert. Nach der Öffnung der Grenzen 1989/1990 und dem Beitritt Tschechiens zur EU und dem Schengen Raum 2004, wurde auch der Böhmerwald auf tschechischer Seite mit in den Nationalpark eingebunden, sodass einer der größten Nationalparks Europas entstand. Als besonders auffällig in dieser Region gelten die hohen Radonwerte, die regelmäßig durch Radonmessung festgestellt werden, aber keine gesundheitlichem Schäden zur Folgen haben.

Taunus

Das beliebte Ausflugsziel in den Bundesländern Hessen und Rheinland-Pfalz ist eines der ältesten Mittelgebirge Deutschlands und stammt aus der Zeit des Devon. Der Gebirgszug bedeckt eine Fläche von ca. 2‘700 Quadratkilometer und reicht vom Mittelrhein im Westen bis zum Westhessischen Bergland im Westen. Die nördliche Grenze bildet das Lahntal und im Süden die Wetterau. Der höchste Punkt ist der Große Feldberg mit 879 Metern Höhe. Im Vergleich zu anderen Gebirgen ist der Taunus eher arm an Seen und Teiche, dafür aber reich an Heil- und Mineralquellen. Dadurch sind viele bedeutende Heilbäder in der Region zu finden, wie beispielsweise Wiesbaden, Bad Schwalbach, Bad Ems, Bad Soden, Bad Neuheim und viele mehr. Auch der Begriff Selterswasser (nach dem Ort Niederselters benannt), stammt aus dem Taunus und steht als Alternative zum Begriff kohlensäurehaltiges Mineralwasser.

Harz

Das Mittelgebirge mit seiner höchsten Erhebung, dem Brocken mit 1‘141 Metern Höhe, liegt in drei Bundesländern, nämlich in Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Auf seinen über 2‘000 Quadratkilometern Fläche bietet dieses Mittelgebirge eine abwechslungsreiche Flora und Fauna. Riesige Waldflächen, landwirtschaftlich genutzte Felder, Wasserfälle, Flüsse und Seen wechseln einander ab und sind damit ein ideales Ziel für Wanderer oder Wintersportfreunde.

Thüringer Wald

Der Thüringer Wald mit seinen rund 1.000 Quadratkilometern liegt im gleichnamigen Bundesland und ist äußerst dich bewaldet. Innerhalb des Naturparks gibt es nochmals ein extra geschütztes Biosphärenreservat. Zusammen mit dem Frankenwald, dem Fichtelgebirge und dem Schiefergebirge bildet der Thüringer Wald ein zusammenhängendes Mittelgebirge. Der Große Beerberg, ein ehemaliger Vulkan, ist mit 982 Meter die höchste Erhebung.

Erzgebirge

Das Mitttelgebirge in Sachsen bildet die Grenze zwischen Deutschland und der Tschechischen Republik. Der höchste Berg ist der Keilberg mit 1.244 Metern Höhe. Im Wesentlichen besteht der Gebirgszug aus drei Teilen. Der Naturpark Erzgebirge/Vogtland, der östliche Teil als Landschaftsschutzgebiet Osterzgebirge und kleinere Naturschutzgebiete diesseits und jenseits der Grenze. Das Erzgebirge ist für Sachsen ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, nicht nur aufgrund des Fremdenverkehrs, sondern auch wegen der vielen kleinen und mittleren Unternehmen im Bereich der verarbeitenden Industrie.