Die Mecklenburgische Seenplatte

Eine der schönsten Regionen in Deutschland ist die Mecklenburgische Seenplatte. Sie erstreckt sich über einen 240 Kilometer langen und nur etwa 30 Kilometer breiten Streifen im Nordosten Deutschlands. Die größte Stadt in diesem Gebiet ist Schwerin. Der Begriff der ‚Mecklenburger Seenplatte‘ ist zwar genau definiert, wird aber auch benutzt, um oft alle Seen in Mecklenburg zusammenzufassen. Man spricht dann auch vom Mecklenburger Seenland, welches sich weiter ausbreitet als die geologische Definition der Seenplatte. Teile der Seenplatte liegen übrigens noch in Schleswig-Holstein.

Die Hauptwirtschaftskraft kommt heute aus dem Tourismus. Der Begriff der Mecklenburgischen Seenplatte ist eine etablierte Marke geworden. Jedes Kind hat ihn in der Schule gelernt, und so ist es nicht verwunderlich, dass die meisten Touristinnen und Touristen aus Deutschland kommen. Ausflügler können an zwölf Seen ausspannen, die größer als fünf Quadratkilometer sind, sowie an acht Seen, deren Größe mehr als zehn Quadratkilometer umfasst. Insgesamt gibt es im Seenland über 1.100 Seen, weshalb sich auch der Slogan ‚Land der tausend Seen‘ herausgebildet hat. Tagsüber sind die Seen mit kleinen Booten oder die Region mit dem Fahrrad zu erkunden.

Der Müritz-Nationalpark ist der bekannteste Park in der Region und ist Teil des UNESCO-Weltnaturerbes. Er bietet eine einmalige Biodiversität. Hier sind vor allem viele Vögel ansäßig. Dazu gehören aber auch Bauwerke, die Zeuge der Lebensweise der Menschen in dem Gebiet sind, zum Beispiel mit Reet bedeckte Bauernhäuser und die alten Guts- und Herrenhäuser der feudalen Landbesitzer.

Die Region ist bei Hobby-Astronomen auch wegen ihrer geringen Lichtverschmutzung beliebt. In wolkenfreien Nächten ist die Milchstraße mit bloßem Auge zu sehen, mit einem einfachen Teleskop sind sogar schon die Ringe des Saturns ausmachen. Die Sicht ist im Herbst und Winter so gut, dass sich Urlauberinnen und Urlauber hier zum Baden im Sternenmeer treffen.